Torsion tritt vor allem bei Achsen und Antriebswellen in Fahrzeugen und Maschinen auf. Durch die auftretenden Torsionsmomente in der Welle werden Querschnitte der Welle um die Längsachse gegeneinander verschoben. In einer Welle bewirkt die Verdrehung der Kreisquerschnitte, dass die Kreise rund bleiben. Die Querschnittsflächen bleiben eben, es entsteht keine Verwölbung. Bei nichtkreisförmigen Querschnitten kommt es meistens zu Verwölbungen.
SE 200.10 ermöglicht in Kombination mit weiteren Zubehören der MEC Line den smarten, digital unterstützten Versuchsaufbau zur Verdrehung von verschiedenen Stäben. Der Versuch enthält eine Einspann- und eine Torsionsvorrichtung. In der Torsionsvorrichtung befindet sich eine fest installierte Messeinrichtung zur Messung des absoluten Verdrehwinkels und des Torsionsmomentes. Zusätzlich kann der Verdrehwinkel mit einer verschiebbaren Messeinrichtung beliebig auf dem Stab gemessen werden. Beide Messeinrichtungen sind ausgestattet mit Elektronikmodulen für die Datenerfassung und Messwertdarstellung. Die Versuchsanordnung wird in dem Montagerahmen SE 200 aufgebaut. Die Datenübertragung und Spannungsversorgung der smarten Bauteile läuft direkt und kabellos über den Montagerahmen aus Edelstahl. Das Klick-System sorgt für ein leichtes Einrasten der Bauteile.
Die Stäbe werden werkzeuglos eingespannt. Über die Torsionsvorrichtung wird das angreifende Torsionsmoment erzeugt. Die resultierende Verdrehung kann über die Länge des Stabs abgelesen werden. Die Grundlagen der elastischen Torsion werden am Rundstab vermittelt. Zur Untersuchung von Sonderfällen stehen vier weitere Stäbe zur Verfügung: 2 Rohre, 1 Flachprofil und 1 U-Profil.
Die GUNT-Software zeigt das Torsionsmoment und die Winkel an und reagiert auf Änderungen dynamisch. Die Auswertung der Messwerte erfolgt in Echtzeit.















